Online-Elterninfoabend Die 23 wichtigsten Fragen zur Geburt in der Filderklinik

Aufgrund der Corona-Krise können Sie leider derzeit nicht zu unseren Elterninformationsabenden kommen. Daher haben wir für Sie die meistgestellten Fragen aus der beliebten Informationsveranstaltung zu unserer individuellen Geburtshilfe zusammengestellt.

Sie möchten unsere Ansprechpartner und Räumlichkeiten kennenlernen? Filmische Einblicke in die Geburtshilfe finden Sie in unserer Videogalerie.

Übrigens: die Geburtshilfe und die Arbeit in der Neonatologie laufen trotz Corona uneingeschränkt weiter, Frauen dürfen bei Geburtsbeginn (Blasensprung, Wehen) gerne zu uns kommen und der Partner oder die Partnerin sind bei der Geburt herzlich willkommen.

Gut zu wissen: Mit der Filderklinik entscheiden Sie sich für eine Entbindungsort, die seit 2003 durchgängig als »Babyfreundliche Geburtsklinik« nach WHO- und UNICEF-Standards zertifiziert ist.

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Leitender Arzt

Dr. med.  Hauke  Schütt

Facharzt für

  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Gynäkologische Onkologie, Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin; IBCLC
Terminvereinbarung

FAQ: Vor der Geburt

Zur Vorbereitung auf die Geburt bieten wir werdenden Müttern und Vätern verschiedene Spezialsprechstunden zur Betreuung in der Schwangerschaft und für die Zeit nach der Geburt an wie z.B. die Vorstellung vor der Geburt, eine Sprechstunde zur Pränataldiagnostik, eine Beckenendlagensprechstunde oder unsere Stillberatung. Unser komplettes Sprechstundenangebot finden Sie hier.

Die Geburtsvorbereitung und alle dazugehörigen Kurse, eine Hebammenbetreuung und -beratung und vieles mehr gibt es in unserer Hebammenpraxis an der Filderklinik, weitere Informationen finden Sie hier

Sie können sich – ohne Voranmeldung – auf den Weg machen, wenn Sie einen Blasensprung haben und/oder regelmäßige Wehen.

Es gibt Zeiten, in denen besonders viele Geburten stattfinden. In solch einem Fall kann es gelegentlich vorkommen, dass wir auch Frauen abweisen müssen.  

Nein, das ist leider nicht möglich, Geburten sind nicht planbar und die Familienzimmer werden je nach aktueller Auslastung gegen Kostenbeteiligung vergeben. Wir bieten Familienzimmer auch während der Covid-19-Einschränkungen an. Sagen Sie bei der Geburt Bescheid, dass Sie gerne ein Familienzimmer haben möchten. Die Kolleginnen und Kollegen werden versuchen, Ihnen das zu ermöglichen, sofern es gerade genug Räume gibt. 

Als Perinatalzentrum (Level 2) mit angeschlossener Abteilung für Neonatologie (Versorgung der kranken und/oder zu früh geborenen Neugeborenen ab der 29+0 SSW) verfügen wir über modernste Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, sodass auch Frauen mit Risikoschwangerschaften oder drohender Frühgeburt kompetent von uns versorgt werden können.

Ja. Wir behandeln Frauen mit Frühgeburtsbestrebungen mit großem Erfolg auf unserer gynäkologischen Station. Dabei setzen wir neben den allgemein üblichen Maßnahmen auch anthroposophische Arzneimittel und Therapien wie z.B. Musiktherapie oder Heileurythmie ein. So sind wir mit ca. 7% eine der Kliniken mit der niedrigsten Frühgeburtsrate.

Wir haben für Sie eine Checkliste erstellt, die Ihnen beim Packen für Geburt und Klinikaufenthalt helfen kann – für die werdende Mutter, aber auch für den Vater und den Nachwuchs.

Hier geht es zur Checkliste.

FAQ: Rund um die Geburt

Wenn die Schwangerschaft keine Auffälligkeiten zeigt, warten wir bis ET+14. Viele Geburten finden im Laufe dieser zwei Wochen von selbst statt. Sollte das nicht der Fall sein, leiten wir am ET+14 je nach Muttermund-Befund mit verschiedenen Methoden ein.

Nach einem Blasensprung warten wir zunächst 24 Stunden ab. Ist bis dahin kein Wehenbeginn erfolgt, wird je nach Befund des Muttermunds eingeleitet. Eine prophylaktische Antibiotikatherapie zur Vermeidung aufsteigender Infektionen wird nach 18 Stunden empfohlen.

Wir verfügen über vier Kreißsäle, vier Badewannen und sechs Vorbereitungsräume. In den Vorbereitungsräumen können die Gebärenden und ihre Begleitung in Ruhe ankommen und in die Geburt hineinfinden. Bei fortgeschrittenem Geburtsverlauf ziehen wir mit Ihnen in einen der benachbarten Kreißsäle um. Da viele werdende Eltern die Geburt bei uns erleben möchten, reagieren wir auf die steigende Nachfrage mit dem Bau zweier neuer Kreißsäle und einer Erweiterung der Neugeborenen-Intensivstation, die Anbauten werden voraussichtlich Ende des Jahres 2020 fertig sein.

Die Geburten in der Filderklinik werden fachübergreifend von einem erfahrenen Team aus Hebammen und bei Bedarf auch Ärztinnen und Ärzten begleitet. Den Eltern wird jedoch auch Raum für sich gegeben – wir bemühen uns, für jeden genau das richtige Maß zwischen Unterstützung und Zurückhaltung zu finden, um Frauen ein möglichst selbstbestimmtes Geburtserlebnis zu ermöglichen.

Für uns ist es selbstverständlich, dass der Vater oder eine andere Bezugsperson bei der Geburt mit dabei sind. Mehr noch, sie werden bei der gesamten Geburt und den folgenden ersten Lebensstunden  des Kindes in alle Prozesse miteinbezogen – wenn möglich auch bei einem Kaiserschnitt.

Bei einer Geburt können Sie mit Hilfe der Hebamme verschiedene schmerzlindernde Gebärpositionen ausprobieren und auch die Unterstützung der Belgleitperson kann eine wichtige Rolle dabei spielen, Wehenschmerzen besser auszuhalten. Durch rhythmische Einreibungen mit ätherischen Ölen (Eisenkraut, Nelken, Zimt und Ingwer) können wir Verspannungen lösen und Schmerzen lindern. Auch Öl-Dispersions-Bäder helfen vielen Frauen sich zu entspannen und wieder Kraft für den weiteren Geburtsverlauf zu tanken. Die Gebärenden könne bei uns auch eine klassische Periduralanästhesie (PDA) bekommen oder bei einem Kaiserschnitt eine Spinalanästhesie. Weitere Informationen zur Schmerzlinderung während der Geburt finden Sie hier.

Über 2000 Kinder kommen jährlich in der Filderklinik zur Welt, die meisten davon im Sinne einer gut vorbereiteten, natürlichen Geburt. Die Kaiserschnittquote beträgt – das ist in Deutschland ein Spitzenwert – lediglich um 14 Prozent, weil die Geburtshilfe alles daran setzt, dem Kind und der Familie ein natürliches Zur-Welt-Kommen zu ermöglichen. Da die Sicherheit von Mutter und Kind an erster Stelle steht, gibt es einige medizinische Indikationen, bei denen ein Kaiserschnitt vorgenommen werden muss, hierfür steht ein routiniertes Team aus Geburtshelfern, Anästhesisten und Kinderärzten bereit.

Manchmal gibt es medizinische oder persönliche Beweggründe, die eventuell einen Kaiserschnitt erforderlich machen. Gerne besprechen wir dies in einem Vorgespräch und legen gemeinsam mit Ihnen fest, wie das Kind auf die Welt kommen soll. Bitte vereinbaren Sie einen Termin, hier finden Sie den Kontakt.

FAQ: Nach der Geburt

Manche Eltern möchten Stammzellen aus dem Blut der kindlichen Nabelschnur entnehmen und einlagern lassen, um es – wenn nötig – für spätere medizinische Zwecke zu nutzen. Das geht auch in der Filderklinik: hierfür müssen die Eltern das Set selbst mitbringen und bedenken, dass das Baby dafür nach der Geburt direkt abgenabelt werden muss.

In der Regel lassen wir die Nabelschnur in Ruhe auspulsieren und so lange mit dem Baby verbunden, bis die Plazenta geboren ist. Meistens möchte der Vater dann die Nabenschnur abtrennen.

In der Regel bleiben Mutter und Kind nach einer unkomplizierten Geburt durchschnittlich zwei bis drei Tage und nach einer Kaiserschnittgeburt drei bis fünf Tage bei uns.

Ja, für das gegenseitige Kennenlernen und die Entwicklung einer guten Beziehung zwischen Mutter und Vater mit dem Neugeborenen ist es besonders hilfreich, wenn Mutter und Kind Tag und Nacht zusammen sind. Dabei unterstützt viel direkter Hautkontakt (Bonding), idealerweise auch mit dem Vater, das Ankommen.

Seit September 2003 sind wir von der WHO/UNICEF-Initiative als babyfreundliche Geburtsklinik ausgezeichnet. Speziell geschulte Mitarbeiterinnen begleiten und beraten die stillende Mutter und ihr Kind und helfen bei einem guten Still-Start. Auch bei Frühgeborenen bemühen wir uns darum, dass die Mutter ihr Kind von Anfang an stillen kann. Und Frauen, die nicht stillen können oder wollen, beraten wir umfassend zur richtigen Säuglingsernährung. Für Stillprobleme nach der Entlassung haben wir eine Telefonhotline eingerichtet: 0711-7703 7272.

Weiterlesen: 10 Schritte für erfolgreiches Stillen finden Sie in unserer Broschüre "Geburt und Stillen".

Die ersten Tage nach der Geburt sind eine Zeit des Ankommens, des Kennenlernens und Kräftesammelns. Wir bitten Sie daher im Interesse der Neugeborenen und Mütter, die Besuchszeiten in den Zimmern einzuhalten. Besucher: 15.30 - 17.00 Uhr, Väter: 9.00 - 13.00 Uhr und 15.00 - 21.00 Uhr.

Achtung: In der aktuellen Corona-Krise darf die Mutter nur von ihrem Partner oder ihrer Partnerin einmal täglich besucht werden. Geschwisterkinder dürfen aktuell leider nicht zu Besuch kommen.

Wir führen einige Kontakte zu Hebammen aus der Region auf unserer Website, die Ihnen – sofern sie genug Kapazitäten haben – gerne im Wochenbett zur Seite stehen. Hebammen sind jedoch sehr gefragt, kümmern Sie sich am besten schon früh in der Schwangerschaft darum, eine gute Hebamme zu finden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Geburtshilfe mit Neugeborenen-Intensivstation

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Geburtshilfe

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Geburt und Stillen

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Hygiene-Maßnahmen

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Pflegegruppe für Mutter und Kind

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