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Häufig gestellte Fragen

1. Was macht klinische Sozialarbeit?

Klinische Sozialarbeit ist zuständig für die Einleitung der nachstationären Versorgung. Diese erfolgt nach Klärung der individuellen Fragestellung des Patienten und Angehörigen durch 

  • Beratungsgespräch 
  • Organisation weiterer Maßnahmen (Rehabilitation, Pflege usw.) 
  • konkrete Hilfe bei Anträgen zur wirtschaftlichen Sicherung und 
  • Unterstützung in allen Bereichen der Bearbeitung der Folgen von Krankheit und Pflegebedürftigkeit für Patient und seinem sozialen Umfeld.

Die angebotene Beratungskompetenz der Sozialarbeit trägt zur Findung einer tragfähigen Entscheidung bei.

2. Was macht Pflegeüberleitung?

Die Pflegeüberleitung ist ein integraler Bestandteil des Pflegeprozesses im Krankenhaus. Sie dient bei pflegebedürftigen Patienten der Sicherstellung der Pflegekontinuität und –qualität.
Die Pflegeüberleitung umfaßt neben der Beratung der Patienten und ihrer Angehörigen zu Fragen der häuslichen Pflege nach SGB V und SGB XI, die Organisation ambulanter Pflege einschließlich der hauswirtschaftlichen Versorgung und der Organisation von Hilfsmitteln sowie die Sicherstellung der Finanzierung dieser Maßnahmen nach SGB V und SGB XI.

3. Was bedeutet Rehabilitation?

Unter Rehabilitation, kurz Reha genannt, wird im allgemeinen die Einleitung von Anschlussheilbehandlungen, Nachsorge-Maßnahmen und Beachtung des Schwerbehinderten-Gesetzes verstanden.

4. Warum ein Gespräch mit der klinischen Sozialarbeit? Mein hochbetagter Angehöriger muß doch einfach nur so lange in der Filderklinik bleiben, bis er wieder gesund ist.

Pflegebedürftigkeit ist oft unerwartet. Nach dem ersten Schreck tauchen Fragen, Ängste, Sorgen die Zukunft betreffend auf, die manchmal notwendige Entscheidung sehr erschweren.
Sozialarbeit will mit Hilfe von Vortrag und Beratungsangebot im Einzelgespräch helfen notwendige Entscheidungen tragfähig zu machen. Die persönliche Situation aller Beteiligten ist dafür die Grundlage und fließt in den Beratungsprozeß ein.

5. Was heißt Entlassungs-Management?

Patienten, die nach einem Krankenhausaufenthalt entlassen werden, haben Anspruch auf eine gut koordinierte Überleitung in die nachstationäre Versorgung. Auf Grund der sich im Rahmen der Gesundheitsreform ständig verkürzenden Krankenhausaufenthalte für akut und chronisch Kranke, sowie alte und pflegebedürftige Patienten, besteht die Notwendigkeit der Optimierung des Entlassungsmanagements.

6. Was kostet es mit der/dem Sozialarbeiterin/Pflegeüberleiter zu sprechen?

Die Beratung ist kostenlos, denn für psychosoziale und sozialrechtliche Fragestellungen und der Situation nach Entlassung ist gemäß SGB V, § 112 und den jeweiligen Landeskrankenhaus-Gesetzen der Kliniksozialdienst zuständig.

7. Kann Pat./Angehöriger auch nach Entlassung noch von der klinischen Sozialarbeit betreut werden?

In der Regel nein. Gutes Entlassungs-Management bewirkt, dass bei der Entlassung die weiteren Ansprechpartner, Hilfen und Begleitungen eingeleitet sind. Ausnahme bilden die Fragestellungen zur Rehabilitation bei Patienten bei Krebserkrankungen. Zwischengeschaltete Therapien wie Chemotherapie oder Bestrahlung verlängern Fristen. Die Hilfe der klinischen Sozialarbeit wird dann gegeben, wenn die Nachsorge aktuell ist. Rehabilitation umfasst die Gesamtheit der Bemühungen, einen durch Krankheit, ein angeborenes Leiden oder äußere Schädigung körperlich, geistig oder seelisch behinderten Menschen über die Akutbehandlung hinaus durch umfassende Maßnahmen auf medizinischem, schulischem, beruflichem und allgemein-sozialem Gebiet in die Lage zu versetzen, eine Lebensform und -stellung, die ihm entspricht und seiner würdig ist, im Alltag, in der Gemeinschaft und im Beruf zu finden bzw. wieder zu erlangen. Zitat: Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation nach WHO-Definition